29.11.17

Mark Making in Grau III - Novembergarten

Novembergarten: Collage, bedeckt mit Weiß + Wachs + neue Marks


Das Bild oben zeigt meinen stillen Novembergarten, wie er im Augenblick aussieht: im Nebel versunken, dafür zeigen sich neue Silhouetten, die Farbstimmung ist gedämpfter.

Dass die Collage vom letzten Mittwoch etwas zu unruhig war, darüber waren wir uns einig. Einige Schichten Weiß (Acrylfarbe), Wachs und neues Mark Making machen die Collage jetzt deutlich ruhiger.

Wie ist es dazu gekommen?
Zunächst habe ich auf die Mark Making Papiere zwei Schichten weiße verdünnte Acrylfarbe aufgetragen, teilweise mit einem Lappen wieder abgetupft und abgetragen. Die Wirkung fand ich nicht wirklich befriedigend, denn nach dem Trocknen der Farbe waren Muster und Farben immer noch zu deutlich zu sehen gewesen. Statt für einen weiteren Farbauftrag entschloss ich mich für einen Wachsauftrag.
Dieses Zwischenstadium ist hier unten zu sehen.

Collage mit flächigem Wachsauftrag und neuen Kratzspuren

Eine dicke Wachsschicht hatte das ganze Bild bedeckt (nicht ideal für diesen Zweck: Sojawachs. Besser wäre eine Encaustic-Mischung mit etwas mehr Transparenz gewesen), neue Marks hatte ich eingekratzt und teilweise mit schwarzer Ölfarbe aufgefüllt.
An jenem Abend hatte ich als "Heißwerkzeug" ausschließlich ein kleines Bügeleisen zur Verfügung, mit dem man nur flächig arbeiten kann. Beim Abtragen des Wachses sind deshalb Farbschlieren enstanden (eine zufällige Mischung aus Wachs und schwarzer Ölfarbe) - ebenfalls eine Art Mark Making, aber unkontrolliert.
Am Tag darauf hatte ich die Collage mit meinem Bruder besprochen:  wir beide fanden die Collage zu düster und zu zugedeckt. Das neue gekratzte Mark Making war uns zu wenig ausgeglichen.

Deshalb habe ich weitere Kratzspuren eingefügt, mit einem Heißluftföhn und einem Baumwolllappen wurden  Teile der dicken Wachsschicht abgetragen, so dass jetzt die Mark Making Papiere wieder durchschimmern können, abgemildert aber durch die weiße Acrylschicht.
Alles in allem ist das Bild jetzt ruhiger. Jetzt gefällt mir die Collage deutlich besser als die erste und zweite Version.

Das waren die Vorläufer dieser Arbeit:
Mark Making Papiere
Leporello Vorderseite (Stille Gärten I)
Leporello Rückseite (Stille Gärten II)
Collage I


Ich verlinke mit MüllerinArt und dem tollen Novemberthema, das mich immer noch fasziniert...



Kurs zum Thema:
"Die Poesie stiller Gärten und heiterer Orte" (Drucktechniken zwischen abstrakt und konkret, Collage, Leporello)
LINK zum Kursangebot mit Sabine Jeromin-Gerdts
Samstag 16. + Sonntag 17. Dezember 2017 im Jeromin Werkladen in Mannheim



Kommentare:

  1. Sehr schöne Strukturen und Farbspuren (finde ich ist eine gute Übersetzung von "marks")

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  2. Oh wie schön, dass du dich so vertiefst in das Thema und so lange dranbleibst. Ja, die neuen Schichten haben gehalten, das ganze wirkt sehr schön stimmig . Danke für den Prozess und dein Mitmustern.
    Liebe Grüße
    Michaela

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  3. Ach, Sabine, so fein! Ich mag deine Seiten gerne und finde das einfach bezaubernd und würde das gerne in eurem Workshop vertiefen. Leider ist der Dezember so toll, aber vielleicht wollt ihr das Poesie-Garten-Thema ja 2018 nochmals aufgreifen?
    LG. Susanne

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  4. Ein so spannender Prozess, den du uns hier mitverfolgen lässt, sehr inspirierend für mich als Experimentierfreudige!
    LG Ulrike

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  5. Super schön und einzigartig deine Novembercollage :-)
    LG
    Alexandra

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  6. Wunderschön! Sehr stimmig und novembrig.
    lieben Lisagruß!

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  7. Wunderschöne stille Novembergärten in dieser lauten bunten Zeit!
    Liebe Grüße von Frau Frosch

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  8. Deine Ergebnisse sind wunderbar, so feine Farben und Strukturen - die Wirkung ist einfach toll!!
    Liebe Grüße
    Christine

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